Auf einen Blick
- SKT-A ist der Einstieg. Hier lernst du, sicher in den Baum aufzusteigen, dich in der Krone zu bewegen und zu sichern, einen Kollegen zu retten und mit der Handsäge zu schneiden. Klettererfahrung brauchst du dafür nicht.
- SKT-B brauchst du für die Motorsäge im Baum, fürs Abtragen am Seil und für die Verwendung von Steigeisen.
- Zwischen A und B liegen ein Jahr Praxis und mindestens 300 Kletterstunden. In dieser Zeit sammelst du Erfahrung, und das Kurswissen wird zur Routine.
- Beide Kurse dauern fünf Tage, enden mit einer Prüfung und kosten je etwa 850 bis 1.320 €.
Kurz vorweg
SKT steht für Seilklettertechnik. Wer mit Seil in den Baum steigt, braucht dafür einen Lehrgang an einer Schule, die die SVLFG anerkannt hat. Das gilt auch, wenn du nur mit der Handsäge arbeitest (VSG 4.2, § 2 und Anhang 2). Es gibt zwei Stufen, die aufeinander aufbauen: SKT-A ist der Grundkurs, SKT-B der Aufbaukurs für die Motorsäge im Baum.
Welche anderen Zertifizierungen es in der Baumpflege gibt und wofür du sie brauchst, vom Motorsägenlehrgang bis zum European Tree Worker, erklären wir im Artikel „Zertifizierungen in der Baumpflege“. Hier geht es nur um die beiden Kletterkurse SKT-A und SKT-B.
Für wen SKT-A das Richtige ist
Die SVLFG nennt SKT-A „den Einstieg in das Baumklettern“ (SVLFG). Eine bestimmte Berufsausbildung verlangt der Kurs nicht. Die Schulen nennen als geeignete Teilnehmer vor allem:
- Gärtner und Landschaftsgärtner, die Kronenpflege anbieten wollen,
- Forstwirte und Leute aus der Waldarbeit,
- Bauhöfe und Grünflächenämter, die ihre Bäume selbst pflegen,
- Quereinsteiger, die in die Baumpflege wechseln wollen,
- daneben Höhenretter der Feuerwehr und Leute aus dem Naturschutz.
Die meisten Teilnehmer sind etwa 20 bis 35 Jahre alt. Es gibt aber auch Leute, die den Kurs noch mit 75 machen (topagrar).
Klettern ist noch keine Baumpflege
SKT-A bringt dir bei, in den Baum und wieder herunter zu kommen und dort zu arbeiten. Welcher Ast weg muss und wo du richtig schneidest, lernst du dort nur am Rand. Das lernst du im Betrieb, von erfahrenen Kollegen und in weiteren Kursen. Die Schulen sehen SKT deshalb eher als Zusatz für Leute aus grünen Berufen. Als Quereinsteiger ohne weitere Ausbildung hast du es mit SKT allein auf dem Arbeitsmarkt schwerer – du kannst aber gut als Subunternehmer mit erfahrenen Baumpflegern zusammenarbeiten.
Wann du SKT nicht brauchst
- Du arbeitest nur von der Hubarbeitsbühne. Klettern ist laut SVLFG für die Bäume gedacht, an die die Bühne nicht herankommt oder wo sie nicht stehen kann (SVLFG-Unterweisungshilfe SKT-A). Für die Arbeit von der Hubarbeitsbühne brauchst du eine eigene Ausbildung.
- Du fällst nur vom Boden. Das lernst du im Motorsägenlehrgang AS Baum I.
- Du arbeitest vom Boden aus, zum Beispiel mit der Stangensäge. SKT brauchst du erst, wenn du in den Baum steigst.
Wann sich SKT-B lohnt
Mit SKT-A darfst du im Baum nur Geräte ohne Motor einsetzen. Sobald du mit der Motorsäge im Baum arbeiten willst, brauchst du SKT-B (VSG 4.2, Hinweis zu § 3). Daran ändert auch ein Motorsägenlehrgang nichts. Mit SKT-A kommst du trotzdem schon weit:
- Kronenpflege und Totholz mit der Handsäge,
- Seile im Baum einbauen, zum Beispiel ein Zugseil für eine Fällung vom Boden,
- Nadelbäume mit der Handsäge entasten, damit man sie danach vom Boden fällen kann,
- als zweiter Kletterer auf der Baustelle, der im Notfall rettet.
SKT-B brauchst du, sobald eines davon dazukommt:
- Motorsäge im Baum, etwa für starke Äste.
- Abtragen (Rigging): Äste, Kronenteile und Stammstücke am Seil kontrolliert zu Boden lassen. Das ist der Normalfall, wenn ein Baum im Garten neben dem Haus weg muss.
- Steigeisen: mit Steigeisen am Stamm auf- und absteigen, zum Beispiel bei Fällungen.
- Aufträge, die SKT-B verlangen. Die Stadt Lüdenscheid zum Beispiel verlangt in ihrer Ausschreibung für 2027 bis 2030 SKT-B für alle Mitarbeiter.
Unsere Einschätzung: Wer Baumpflege hauptberuflich macht, kommt um SKT-B kaum herum, weil Abtragen und Fällen in Gärten zum Alltag gehören. Wer nebenbei Kronenpflege anbietet oder im Team als zweiter Kletterer mitarbeitet, startet gut mit SKT-A und macht SKT-B später.
Was du mitbringen solltest
Fitness und Ausdauer
Du musst kein Profisportler sein, aber eine gewisse Grundfitness und Ausdauer solltest du mitbringen. Die Kurswoche ist anstrengend, denn du bist fast die ganze Zeit im Baum. Die SVLFG nennt eine gute körperliche Verfassung als Voraussetzung (SVLFG-Broschüre B09). Eine feste Gewichtsgrenze gibt es nicht. Grenzen setzt die Ausrüstung: Gurte und Steigeisen sind nur bis zu einem bestimmten Gewicht zugelassen, bei manchen Steigeisen sind das 150 kg.
Schwindelfreiheit
Bei der Eignungsuntersuchung wird sie nicht geprüft, denn das lässt sich gar nicht so leicht testen (Haufe). Wie es dir in der Höhe geht, musst du also selbst einschätzen. Manche Kletterschulen bieten einen Schnuppertag Baumklettern an. Den kannst du machen, bevor du dich für eine ganze Woche anmeldest.
Ruhe und Sorgfalt
Wichtiger als Kraft ist, dass du ruhig und überlegt arbeitest. Als erste Gefahr beim Klettern nennt die SVLFG fehlende Fachkunde, und sie verlangt „vorsichtige und bedachte Abläufe und Bewegungen“ (Unterweisungshilfe SKT-A). Dazu kommt Teamarbeit: Kletterer und Bodenmann stehen die ganze Zeit in Verbindung.
Die Nachweise
Diese Nachweise verlangen die Schulen bei der Anmeldung, spätestens am ersten Kurstag (VSG 4.2, Anhang 2):
- Mindestens 18 Jahre. Vorgeschrieben ist kein Mindestalter, aber die meisten Schulen nehmen erst Teilnehmer ab 18.
- Eignungsuntersuchung beim Arbeitsmediziner für „Arbeiten mit Absturzgefahr“ (früher „G41“). Typisch sind ein EKG, ab 40 mit Belastung, Blutwerte und ein Sehtest. Den genauen Umfang legt der Arzt fest. Eine chronische Krankheit schließt dich nicht automatisch aus (Haufe). Die Bescheinigung darf im Normalfall höchstens zwei Jahre alt sein. Für SKT-B verlangen manche Schulen zusätzlich die Untersuchung für „Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten“.
- Erste Hilfe mit 9 Unterrichtseinheiten, nicht älter als zwei Jahre. Auf jeden Fall zählt ein Kurs bei einer Stelle, die die Berufsgenossenschaften zugelassen haben. Solche Stellen findest du über die Seite der Berufsgenossenschaften.
- Wissen zur Bruch- und Standsicherheit von Bäumen. Entweder du hast als Gärtner, Forstwirt oder Landwirt schon mindestens drei Jahre in der Baumpflege gearbeitet, oder du hast ohne eine dieser Ausbildungen mindestens fünf Jahre Baumpflege hinter dir. Sonst machst du an der Kletterschule einen eintägigen Vorkurs, etwa für 290 €. Als Einsteiger ist das der übliche Weg.
Was du in SKT-A lernst
Der Kurs dauert fünf Tage mit mindestens 40 Stunden. Ein Ausbilder betreut höchstens fünf Teilnehmer (VSG 4.2, Anhang 2). Den größten Teil der Woche verbringst du im Baum. Eine Kurswoche kann zum Beispiel so aussehen: ein halber Tag Theorie, dreieinhalb Tage Praxis, am Freitag die Prüfung (topagrar). Die Ausrüstung leihst du am besten bei der Schule. So probierst du eine Woche lang verschiedene Gurte aus, bevor du dir selbst einen kaufst.
Seil einbauen und aufsteigen
Mit Wurfsack und Wurfleine bringst du das Seil vom Boden aus über einen Ast. Dort baust du es mit einem Kambiumschoner ein, der Rinde und Seil schützt. Dann steigst du auf. Du lernst verschiedene Aufstiegstechniken und wie du zwischen dem langen Kletterseil und der kurzen Sicherung wechselst.
Doppelseil oder Einfachseil
Kern der meisten SKT-A-Kurse ist die Doppelseiltechnik. Das Seil läuft über den Ankerpunkt im Baum und zurück zu dir, du ziehst dich daran hoch und lässt dich daran ab. Ob du schon im A-Kurs auch am Einfachseil aufsteigst (SRT), hängt von der Schule ab. Manche bieten das erst danach als eigenen Tageskurs an. Wenn es dir wichtig ist, frag vorher nach.
Bewegen und sichern in der Krone
Du lernst, dich bis in den Außenbereich der Krone zu bewegen und dort so zu stehen oder zu hängen, dass du beide Hände zum Arbeiten frei hast. Dabei gelten feste Regeln (Unterweisungshilfe SKT-A):
- Du bist immer mit mindestens einem Seil gesichert.
- Bevor du eine Sicherung löst, hängt schon die nächste.
- In der Arbeitsposition kommt eine Kurzsicherung dazu.
- Wo du pendeln könntest, setzt du eine Zwischensicherung.
- Kein lockeres Seil, und du steigst nicht über den Ankerpunkt hinaus.
Dazu gehören Knoten, Material und Ausrüstung und was bei einem Sturz auf dich und das Seil wirkt.
Schneiden mit der Handsäge
Geschnitten wird im A-Kurs nur mit der Handsäge, zum Beispiel wenn du Totholz oder kleinere Äste aus der Krone nimmst. Du übst, aus deiner Arbeitsposition heraus zu schneiden, ohne dich dabei zu gefährden. Auch mit der Handsäge kannst du dein Seil durchtrennen. Deshalb lernst du, beim Schneiden doppelt gesichert zu sein (B09).
Einen Kollegen retten
Kann ein Kletterer nicht mehr selbst herunter, holt ihn der zweite aus dem Baum. Deshalb darf man auch nie allein klettern. Geübt wird die Standardrettung, je nach Lage mit einem oder zwei Seilen. Damit das im Ernstfall schnell geht, ist immer ein Rettungsseil im Baum eingebaut, und eine eigene Rettungsausrüstung liegt am Einsatzort bereit (Unterweisungshilfe SKT-A). Im A-Kurs übst du das auf Einsteigerniveau. Sicherer wirst du mit der Rettungsübung, die ab jetzt jedes Jahr fällig ist.
Die Prüfung
Am Ende der Woche wirst du schriftlich und praktisch geprüft, oft die Theorie am Donnerstag und die Praxis am Freitag. Die Prüfung kann zum Beispiel aus vier Teilen bestehen: Theorie, Geräteeinsatz, Arbeitsklettern und Rettung. Für jede praktische Aufgabe hast du dann höchstens 20 Minuten (topagrar). Wie es bei deiner Schule abläuft, erfährst du meist zu Kursbeginn. Bestehst du, bekommst du eine Bescheinigung der Schule.
Das Jahr dazwischen
Nach SKT-A kannst du sicher klettern. Jetzt heißt es, das Gelernte anzuwenden und Erfahrung zu sammeln. Für SKT-B brauchst du ein Jahr Praxis in der Baumpflege, mindestens 300 Kletterstunden und den Motorsägenlehrgang AS Baum I. Im Baum arbeitest du bis dahin nur mit der Handsäge.
Was du in dieser Zeit üben solltest
Gut vorbereitet für SKT-B bist du, wenn du bei der Kronenpflege ohne Probleme bis an die äußeren Äste kommst und dich frei in der Krone bewegst. Außerdem solltest du diese Punkte gut beherrschen:
- das Seil vom Boden aus einbauen,
- die Doppelseiltechnik,
- den Wechsel zwischen Kletterseil und Kurzsicherung,
- die Sicherung im Außenbereich der Krone,
- die Standardrettung.
Manche Schulen bieten dafür eintägige Kurse an, etwa zu Steigeisen, zum Einfachseil oder zum Abseilen von Lasten am Modell. Pflicht sind die nicht.
Führ ein Kletterbuch, vom ersten Tag an
Die 300 Stunden musst du einzeln nachweisen, mit Datum und Einsatzzeit. Eine grobe Schätzung reicht nicht. Schreib dir deshalb nach jedem Einsatz auf, wann und wo du geklettert bist, wie lange du am Seil warst und was du gemacht hast. Manche Schulen haben dafür ein eigenes Formular, frag vorher nach. Bei drei bis vier Stunden am Seil pro Klettertag sind das 75 bis 100 Tage. Wer regelmäßig im Baum ist, schafft das gut in einem Jahr.
Was du in SKT-B lernst
Auch SKT-B dauert fünf Tage mit mindestens 40 Stunden, hier betreut ein Ausbilder höchstens vier Teilnehmer (VSG 4.2, Anhang 2). Die Schwerpunkte sind die Motorsäge im Baum und das Abseilen von Lasten, das sogenannte Rigging. Deine vollständige und geprüfte Kletterausrüstung bringst du jetzt in der Regel selbst mit.
Die Motorsäge am Seil
Neu ist vor allem eines: Nach dem Schnitt kannst du nicht einfach ausweichen. Du hängst am Seil, und neben dir fällt oder schwingt ein schweres Stück. Deshalb lernst du, jeden Schnitt und deine Position vorher zu planen. Dazu gelten diese Regeln (Unterweisungshilfe SKT-B, VSG 4.2, Anhang 1):
- Mindestens ein Seil muss Schnitten standhalten, zum Beispiel eine Kurzsicherung mit Stahleinlage.
- Die Säge hängt an einem Halteseil mit Sollbruchstelle.
- Du führst die Säge mit beiden Händen und löst die Kettenbremse nur zum Schneiden.
- Du trägst Schnittschutzhose, Schnittschutzschuhe, Handschuhe und einen Helm mit Gesichts- und Gehörschutz.
Je nach Schule bringst du eine eigene Motor- oder Akkusäge für den Baum mit. Manche Schulen wollen zwei Sägen in verschiedenen Größen sehen, zum Beispiel mit 35 und 50 cm Schwertlänge.
Rigging: Äste und Stammstücke abseilen
Beim Abtragen lässt du Äste, Kronenteile und Stammstücke nicht einfach fallen, sondern am Seil kontrolliert zu Boden. Dafür arbeitest du mit Schlingen, Rollen und Bremsgeräten. Geübt wird beides: im Baum und am Boden, wo die Last abgelassen wird. Worauf es ankommt (Unterweisungshilfe SKT-B):
- Größe und Gewicht der Stücke passen zum Seil und zu den Geräten.
- Die Last ist richtig angeschlagen, und niemand steht darunter.
- Du stehst so, dass dich die pendelnde Last nicht trifft.
- Der Ankerpunkt liegt möglichst über der Last.
Steigeisen
Mit Steigeisen kommst du an Stammteilen ohne Äste nach oben. Auch dabei bist du die ganze Zeit gesichert (VSG 4.2, Anhang 1). Gebraucht werden sie vor allem bei Fällungen und um einen Verletzten am Stamm zu retten.
Rettung
Die Rettung wird schwieriger. Du übst, einen Kollegen aus dem Außenbereich der Krone zu holen und ihn am Stamm mit Steigeisen zu retten.
Prüfung und Ausweis
Am Ende der Woche wirst du wieder schriftlich und praktisch geprüft. Hast du bestanden, bekommst du auf Antrag den Fachkundeausweis der SVLFG mit Foto (SVLFG). Den hast du beim Arbeiten dabei und zeigst ihn auf Verlangen vor.
Kosten
Jeder der beiden Kurse kostet etwa 850 bis 1.320 € mit Prüfung, Stand Oktober 2026. Die SVLFG gibt 150 € je Kurs dazu, aber nur bei Schulen auf ihrer Liste der anerkannten Schulen. Mit dem Motorsägenlehrgang AS Baum I zahlst du für alle drei Kurse zusammen etwa 2.400 bis 3.500 €, bevor der Zuschuss abgezogen wird. Die Preise im Einzelnen und weitere Förderungen findest du im Artikel „Zertifizierungen in der Baumpflege“.
Regeln beim Klettern
Für jeden Einsatz am Seil gelten, egal ob mit A oder B, ein paar feste Regeln (VSG 4.2, Anhang 1):
- Nie allein. Vor Ort ist immer ein zweiter ausgebildeter Kletterer mit Ausrüstung und Schneidwerkzeug, der dich retten kann. Ihr bleibt immer in Ruf- und Sichtweite.
- Erst die Gefährdungsbeurteilung, dann in den Baum. Vor dem Klettern machst du eine schriftliche Gefährdungsbeurteilung für den Einsatzort. Dafür kannst du unsere kostenlose GBU-Vorlage nutzen. Was hineingehört, erklären wir in „Gefährdungsbeurteilung vor dem Klettern“.
- Pausen sind Pflicht. Nach zwei Stunden 15 Minuten, nach zwei weiteren Stunden 30 Minuten. Nach sechs Stunden Arbeit im stehenden Baum ist für den Tag Schluss.
- Jedes Jahr eine Rettungsübung und eine Prüfung deiner Kletterausrüstung durch einen Sachkundigen, beides mit Nachweis.
- Alle zwei Jahre Erste Hilfe auffrischen.
Häufige Fragen
Brauche ich Klettererfahrung?
Nein. Die Schulen gehen von Einsteigern ohne Vorkenntnisse aus.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich schwindelfrei bin. Was tun?
Bei der Untersuchung wird das nicht geprüft, du musst es selbst herausfinden. Probier es am besten bei einem Schnuppertag an einer Kletterschule aus, bevor du eine ganze Kurswoche buchst.
Bin ich zu alt für SKT?
Ein Höchstalter gibt es nicht. Entscheidend ist die Eignungsuntersuchung, ab 40 gehört ein Belastungs-EKG dazu. Manche machen den Kurs noch mit 75.
Kann ich SKT-A und SKT-B direkt hintereinander machen?
Nein. Dazwischen brauchst du 300 Kletterstunden und ein Jahr Praxis.
Reicht SKT-A plus Motorsägenlehrgang für die Motorsäge im Baum?
Nein. Mit der Motorsäge im Baum arbeiten darfst du erst mit SKT-B.
Ich bin Solo-Selbstständiger. Darf ich allein klettern?
Nein. Die Vorschriften der SVLFG gelten auch für dich als Unternehmer (VSG 1.1). Du brauchst also immer einen zweiten Kletterer, zum Beispiel einen anderen Selbstständigen, mit dem ihr euch gegenseitig aushelft.
Läuft SKT irgendwann ab?
Nein, ein Ablaufdatum gibt es nicht. Rettungsübung und Prüfung der Ausrüstung musst du aber jedes Jahr nachweisen, Erste Hilfe alle zwei Jahre.
Keine Rechtsberatung. Dieser Artikel fasst die Regeln mit Stand 29.10.2026 zusammen, so wie sie in Deutschland gelten. Kursinhalte und Preise unterscheiden sich von Schule zu Schule. Was für deinen Fall gilt, klärst du im Zweifel mit der SVLFG oder deiner Schule.
Und die Gefährdungsbeurteilung?
Im Kurs lernst du, vor dem Klettern den Baum und den Einsatzort zu beurteilen. Aufschreiben musst du das danach bei jedem Einsatz. Dafür gibt es unsere kostenlose GBU-Vorlage. Noch schneller geht es mit ArborOffice: Die Gefährdungsbeurteilung ist mit den Daten aus dem Projekt vorausgefüllt, und du erledigst sie direkt am Baum auf dem Handy.
